
Das
Unterreich ist eine lichtlose Welt, die sich tief unter der Oberfläche
von Faerûn erstreckt. Viele uralte Geheimnisse prägen diesen
unwirtlichen Lebensbereich.
Dort findet man tiefe Abgründe, jahrhunderte alte Gewölbe, Höhlen in unterschiedlicher Größe, Kammern, Schluchten und Tunnel. Aber man stößt auch auf Flüsse, Seen, Meere, riesige Spalten und Vulkane, die man hier genauso wie auf der Oberfläche antrifft. In der weiten Umgebung des Unterreiches findet man aber auch Luft zum atmen, Gase und Dämpfe, die konzentriert auch giftig und somit lebensgefährlich sind. Ein ganz besonders Merkmal ist jedoch das Licht, welches an einem Ort zu finden ist, an dem niemals die Sonne ihre Strahlen entsendet. Es gibt natürliche Lichtquellen, darunter „lumineszente Pflanzen“. Diese sind Flechten, Pilze oder auch Moose, die selten zu finden sind, jedoch von Natur aus schwach leuchten und jedem Lebewesen ihr Licht spenden. Eine weitere Lichtquelle bietet „geschmolzenes Gestein“, das aus Magma besteht und alles in seiner Umgebung in mattem rot erscheinen lässt. Daneben existiert im Unterreich eine dritte Lichtquelle, "reflektierendes Gestein", dass durch Hilfe einer bereits bestehenden Helligkeit zum Leuchten gebracht werden kann. Als letztes gibt es noch die „leuchtenden Kristalle“. Diese sind recht selten und glühen in unterschiedlicher Intensität, dass letztendlich sogar dem Tageslicht der Oberfläche nachempfunden werden kann, jedoch in einem etwas schwächeren Zustand. Ansonsten herrscht im Unterreich ein recht gemäßigtes Klima. Je nach Tiefe wechseln die Klimabedingungen ebenso, wie auf den verschiedenen Breiten- und Längengraden auf der Oberfläche. Nur bei Wasser sollte man stets auf der Hut sein, denn es ist eiskalt und wurde noch niemals von der Sonne gewärmt. Ein weiteres Merkmal ist wohl die Tier- und Pflanzenwelt, die man in ebenfalls reicher Zahl und Form antreffen kann, als würde man durch einen Wald spazieren. Eine schier unendliche Vielzahl von Pilzen gehört zu der „Flora“ des Unterreiches und dienen Rassen dort als Nahrung. Das erstaunliche dabei ist die Magie, die nur durch die magische Strahlung der unterirdischen Welt existiert. Ebenfalls gibt es verschiedene fremdartigen Pilzarten, Flechte und Moose, sowie auch hin und wieder andere einfachere Pflanzen. Selbst Gras, Farne oder auch Rankengewächse kann man finden. Die bekanntesten Pflanzenarten sind Blaukopf, Fasspilz, Feuerflechten, Höhlenmoos, Luurden, Sussur, Wasserpilz, Wogenrinde und Zurkh. In besonders hellen Höhlen und Kavernen, die von Kristallen erleuchtet werden gibt es sogar hin und wieder kleine Bäume. Neben den Pflanzen existieren aber auch, wie bereits oben erwähnt, die Tierwelt des Unterreiches, die sogenannte „Fauna“. Denn eine hohe Vielzahl von Tieren wie Pflanzenfresser und Raubtiere leben hier ebenfalls. Die wichtigsten unter ihnen sind Echsen, Fledermäuse, Fische, Rothé und jede schier unerdenkliche Arten von Ungeziefer wie Spinnen, Tausendfüssler, Riesenkäfer, Höhlengrillen und Skorpione. In der oberen Hälfte des Unterreichs findet man aber auch Bären, Löwen, Ratten und alle Arten von Monstern. Was ebenfalls eine wichtige Eigenschaft der unterirdischen Welt darstellt, ist, dass man nicht von einem Unterreich sprechen kann. Es ist aufgegliedert in das obere, mittlere und tiefe Unterreich. Das obere Unterreich ist nur ca. 4,5 km unterhalb der Oberfläche anzusiedeln. Die meisten Bewohner dieser Schicht sind Chitine, Goblins, Minotauren, Orks, Quaggoth, Steinriesen, Svirfneblin, Troglodyten und Zwerge. Eine der bekanntesten Städte der Drow, Menzoberranzan, befindet sich ebenfalls im oberen Teil. Das mittlere Unterreich liegt meist zwischen 4,5 km und 15 km unterhalb der Oberfläche. Hier trifft man vor allem die Drow an, sowie Duergar, Erdkolosse, Gedankenschinder, Grell, Grimlocks, Kua-Toa, Maur und Orogs. Der tiefste Teil des Unterreiches ist das sogenannte tiefe Unterreich. Diese Schicht liegt weit über 15 km unterhalb der Erde. Es ist die fremdartigste aller drei Schichten und ein Ort an dem Mythen und Legenden entstanden sind. Die Bewohner sind meist Abolethen, Betrachter, Derro, Destrachan, Elementare, Externare Kreaturen, Mantler, Tiefenbrut und Untote. Neben all der hier allgemein bekannten Geographie und Geschichte des Unterreiches, haben auch die Drow der Vergessenen Reiche eine weitreichende Geschichte. So weit, das wir die Menschlichen Zivilisationen hinter uns lassen und das erste Auftauchen der Elfen beobachten müssen. In dieser Zeit lebten noch alle Elfengruppen vereint auf der Oberfläche, es gab keine Kriege unter den Elfensippen und alles war friedlich. Doch die Drow, schon immer aggressiver als ihre Genossen, hegten Hass gegen ihre Brüder. Der Grund warum die Dunkelelfen diesen Hass gegen ihre Brüder verspürten ist ungewiß, doch nimmt man an, dass eine boshafte und kranke Gottheit ein Hirngespinst in die Köpfe der aggressiven Dunkelelfen einpflanzte und so den Hass und Neid weiter schürte. So kam es denn das die Dunkelelfen Krieg gegen ihre Brüder führten, dieser Krieg war lang und unerbittlich doch schlußendlich siegten die vereinten Elfenvölker gegen die Drow und vertrieben sie. Die Dunkelelfen jedoch flohen in das Unterreich, in eine lebensfeindliche Umgebung in der sie ihre Wunden lecken sollten, um einige Jahrtausende später erneut auf die Oberfläche zu kommen um ihren rechtmäßigen Besitzt einzunehmen. In dieser Zeit offenbarte sich auch eine neue Gottheit den Drow. Die Göttin, die sich selbst Lolth nannte, gab sich als Retterin der Drow aus und half ihnen sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Schon einige Jahrzehnte später wurden die ersten großen Dunkelelfenstädte gegründet. Eine von ihnen war Golothar, eine schnell wachsende Stadt irgendwo im Unterreich. Doch die Dunkelelfen hegten schon bald Zwist untereinander, denn Lolth war eine weibliche Göttin und stellte so die weiblichen Drow über die männlichen und über allen standen ihre Priesterinnen. Die Adelshäuser mit hohem männlichen Anteil, die sich damit nicht zufriedengeben wollten, fanden schon bald Gehör bei einer anderen Gottheit. Ghaunadauer, der Gott der Schlicke und Schleime, hörte diese Adelshäuser an und unterstützte sie in ihren Bemühungen sich von dem Matriachat loszusagen. So wurde ein Bürgerkrieg mit unglaublicher Vernichtungskraft entfacht. Auf beiden Seiten gab es schwere Verluste und es hatte den Anschein, als ob die Drowgesellschaft sich selbst zerstören würde. Doch Lolth erkannte das ihre neuen Anhänger in Gefahr waren und sandte ihrer mächtigsten Priesterin eine Botschaft. Sie sollte die mächtigsten Lolth-Treuen Adelshäuser aus der Stadt Golothar führen und an einem neuen Ort eine Stadt gründen in der es nur eine Religion geben soll, die der Lolth! Schon bald versammelte die Hohepriesterin sieben der größten Adelshäuser und führte sie aus der Stadt um einen neuen Platz zu finden. Golothar selbst wurde einige Jahre später durch den Bürgerkrieg vernichtet, nachdem die Decke der Haupthöhle einbrach. Dieser Ort wird bis zum heutigen Tag "Die große Spalte" genannt und wird seit Generationen von Zwergen bewohnt, die dort ihre Erze abbauen. Die Überlebenden Drow der Katastrophe flohen in alle Richtungen und gründeten ebenfalls neue Städte, von denen einige noch heute existieren. |