Menzoberranzan ist die Stadt der Spinnenkönigin, die Stadt der Drow hoch im Norden Faerûns. Sie liegt im oberen Teil des Unterreiches, genauer gesagt im oberen schwarzen Norden. Sie ist das Musterbeispiel von dunkelelfischen Städten mit Hohen Adelshäusern, wo Mord und Betrug, sowie Argwohn und Boshaftigkeit zum täglichen Leben und als Zeichen guter Herkunft angesehen werden.
Menzoberranzan liegt ca. 3 km unterhalb des nördlichen Flusses Subrin, in der Nähe von Silbrigmond und dem Mondwald. Einst wurde sie in einer kleinen Kaverne erbaut und blühte zu einer Metropole auf. An der breitesten Stelle misst Menzoberranzan 3 km, wobei die Decke fast 300 m in die Höhe reicht. Aus Stalagmiten, Stalaktiten und vielen Steinsäulen wurden die Häuser der Bevölkerung erbaut. Die Adelshäuser sind hierbei die größten und schönsten in der ganzen Höhle. Das Haus Baenre hat von allen das größte Anwesen.
Der Handel in dieser Stadt floriert und dabei wird sie ständig von vielen Fremden besucht, darunter Mitglieder anderer Völker, anderen Glaubens oder auch Lebewesen mit verschiedenen Weltanschauungen. Das Handelssystem von Menzoberranzan gehört zu einem der besten, wobei die Drow alle niedrigen Rassen (u.a. ihre unmittelbaren Nachbarn) mit unverhohlener Herablassung und Gier behandeln.
Der Sklavenhandel ist in der Gesellschaft der Drow legal und wird oft auch mit Anerkennung durchgeführt. So kommt es auch, dass die Stadt der Spinnenkönigin eine Vielzahl von Rassen beherbergt. Nur eines ist nicht gestattet, Drow zu versklaven, jedoch ist es erlaubt sie in lebenslange Dienste einzubinden und diese können auch erzwungen werden. Man könnte auch sagen, dass dies nur ein anderes Wort für Versklavung ist.

Menzoberranzan ist in verschiedene Distrikte aufgeteilt. Die wichtigsten sind hierbei:

  • Donigarten
  • Braeryn
  • Ostmyr
  • Duthcloim
  • Der Basar
  • Der Westwall
  • Narbondellyn
  • Qu’ellarz’orl
  • Plateau Baenre
  • Tier Breche

Donigarten: Ist ein Distrikt, der ganz im Osten der Stadt liegt. Dort findet man den größten Teil der Nahrungsversorgung. Pilzwälder, ein kleiner See (Donigarten-See genannt) und eine Insel prägen das Bild dieses kleinen Abschnittes. Im See selbst leben Fische, während auf der Insel sich Rothé befinden.

Braeryn: In diesem Distrikt findet man herumlungernde arme Handwerker, Arbeiter, Hausierer und Schurken. Das Bild wird geprägt durch heruntergekommen Wohnungen und stinkigen Tavernen. Hauptsächlich ist dieser Teil auch als das Armenviertel der Stadt bekannt, wo niedere Mitglieder anderer Völker oder gefallene Drow eine Heimat gefunden haben.

Ostmyr: Dieser Distrikt sinkt und steigt tagtäglich in der Gunst von Menzoberranzan. Hier nennen niedere Händler, Söldner und gewöhnliche Dunkelelfen Ostmyr als ihre Heimat. Dieser Teil der Stadt wird auch als Sprungbrett für Intrigen und Machenschaften der Adelshäuser benutzt, öfters auch als Schlupfloch für alle möglichen Drow. Selbst die Adelshäuser haben hier an fast allen Geschäften eine Hand drauf.

Der Basar: Dieser Teil von Menzoberranzan ist ein Ort des Handels und meist trifft man hier auch fast alle Völker Faerûns an. Hier findet man Sklaven, wie Händler gleichermaßen. Mit allen Waren wird offen gehandelt und jeder Gegenstand oder Dienstleistung kann man gegen entsprechende Bezahlung erwerben oder verkaufen.

Der Westwall: In diesem Distrikt ist es gegenüber allen anderen Stadtteilen von Menzoberranzan still. Hier stehen die älteren Adelshäuser der Stadt, deren Intrigen äußerst raffiniert gesponnen werden.

Narbondellyn: Dieser Distrikt liegt unterhalb des Hochplateaus von Qu’ellarz’orl. Die gefährlichsten und vor allem riskantesten Intrigen werden hier ausgeheckt. Hier findet man die neueren Adelshäuser, die auch vor der Ermordung von Hochgestellten Personen nicht zurückschrecken.

Qu’ellarz’orl: Das Adelsplateau, hier leben die ältesten und reichsten Häuser der Stadt. Es befindet sich um Süden von Menzoberranzan und durch ein großes Pilzwäldchen von der restlichen Stadt geschützt.

Plateau Baenre: Vom höchsten Punkt herrscht das Haus Baenre über die Stadt. Es liegt direkt oberhalb von Qu’ellarz’orl. Dies ist der Ort, an dem das erste Haus der Stadt (Haus Baenre) mit unerreichbarer politischer Macht über Menzoberranzan regiert.

Tier Breche ist eine erhöhte Seitenkaverne im Norden von Menzoberranazn und beherbergt das bekannte Akademiegelände.
Die Akademie ist aufgeteilt in Melee-Magthere, Sorcere und Arach-Tinilith.

Melee-Magthere ist die Schule der Kämpfer und Krieger. Junge, vor allem männliche Dunkelelfen werden dort im Kampf geschult. Fast jedes Haus versucht dort auch einen Meister unterzubringen. Diese sind dort als Ausbilder eingestellt und können neue Zöglinge des Hauses begutachten und hin und wieder einen Unfall einleiten, der unliebsame Drow aus anderen Häusern beseitigt.

In Sorcere werden die Magier von Menzoberranzan ausgebildet und es gilt als große Ehre für jedes Haus einen (oder sogar mehrere) Meister in Sorcere zu haben. Der Posten des Erzmagiers, der höchsten Position für männliche Drow in Menzoberranzan, wird momentan von Gromph Baenre bekleidet.

Die letzte und auch wichtigste Akademie, Arach-Tinilith, ist die Ausbildungsstätte der Priesterinnen. Hier wird der Weg der Lolth allen Priesterinnen, Kriegern und Magiern gelehrt. Nur Frauen ist es gestattet auszubilden und ausgebildet zu werden. Die Position der Oberin der Akademie wurde bis vor kurzem von Triel Baenre bekleidet, doch nach dem Tod ihrer Mutter leitet Triel nun das erste Haus in Menzoberranzan. Ihre Nachfolgerin ist ihre Schwester Quenthel Baenre.

Das wohl größte und eines der beeindruckendsten architektonischen Werke von Menzoberranzan ist die große, breite Treppe, die zu Tier Breche hinaufführt. Angeblich sollen alle Treppenstufen mit Kugelblitzzaubern belegt sein, die nur von den Magiern Sorceres ausgelöst werden können, ob dies jedoch stimmt bleibt wohl weiterhin fraglich. Das obere Ende der Treppe wird von zwei Drowkriegern im letzten Jahr ihrer Ausbildung flankiert. Ihnen wurde aufgetragen nur Schüler und Meister der Akademie einzulassen und natürlich eingeladene Personen.

Vielleicht das ungewöhnlichste in der Stadt der Spinnenkönigin ist Narbondel. Hierbei handelt es sich um eine starke Steinsäule. Ihr Standort liegt fast im Zentrum von Menzoberranzan und dient den dort lebenden Drow als eine Art Uhr.
Der Erzmagier, Gromph Baenre, begibt sich tagtäglich um die gleiche Zeit zu Narbondel und erfüllt die Steinsäule mit einem, nur ihm bekannten Zauber, und lässt diese anschließend erglühen. Je höher das Licht steigt, desto deutlicher erkennen die Dunkelelfen, wie weit sich der Tag neigt. Sinkt das Licht an den Fuß von Narbondel, so wird der Anbruch der Nacht angezeigt. Fast ganz so wie im Tag- und Nachtrhythmus auf der Oberfläche.